Gemeinde

Mariahof

 

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Trier

Rheinland-Pfalz,
130–400 m, 100.000 Einwohner


Gastgeber in Trier

 

Trier ist Bezirkshauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks, Bischofssitz, Universitätsstadt und Kultur, Verkehrs- und Wirtschaftszentrum des Trierer Landes. Als solches ist es mit zahlreichen Behörden auch Sitz des Landkreises Trier-Saarburg. Trier umfasst u.a. die Stadtteile Ehrang, Quint, Pfalzel und Zewen.
An der Mosel gelegen (Hafenstadt) bildet die Stadt den Mittelpunkt eines breiten Tals, das sich 25 km von der deutsch-luxemburgischen Grenze bei Wasserbilligerbrück bis zum Eintritt der Mosel in das Rheinische Schiefergebirge bei Schweich erstreckt. Namhafte Weingüter und zahlreiche Weinkellereien haben in Trier ihren Sitz und bilden mit ihren ausgedehnten Kelleranlagen eine unterirdische Stadt für sich. Trier gehört zu den
größten Weinbaugemeinden an Mosel, Saar und Ruwer. Weinseminare, Weinlehrpfad.

Gewerbe und Industrie: Nahrungs- und Genussmittel-, Textil-, Elek-tro/Elektrotechnik-, keramische Industrie, Schuh- und Reifenfabrikation, Metallverarbeitung, Feinmechanik, Baugewerbe, Kunsthandwerk. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer.
Vielfältiges kulturelles Angebot, u.a. Stadttheater am Augustinerhof und Kammerkonzerte im Kurfürstlichen Palais. Drei Schwimmbäder.

 

Geschichte:
Mittelalterliche Chronisten nahmen an, dass Trier schon 1300 Jahre vor Rom gegründet worden und damit die älteste Stadt Europas sei. Damals gab es zwar schon menschliche Siedlungen im Trierer Tal, aber eine Stadt im heutigen Sinne wurde Trier erst, als die Römer zur Zeit des Augustus sie um 15 v. Chr. im Lande der Treverer, eines keltischen Volksstammes, gründeten. 285 wurde die jetzt »Treveris« genannte Stadt römische Kaiserresidenz. Bedeutendster Caesar war Konstantin der Große (306–316); regiert wurde von der Aula Platina, der heutigen Basilika, aus. – Auch als Bischofssitz der sich gerade entfaltenden christlichen Kirche nahm Trier eine hervorragende Stellung ein. – Im 5. Jh. von den Franken erobert, kam Trier bei der karolingischen Reichsteilung 870 zum ostfränkischen Reich und wurde deutsche Stadt. Nach abermaliger Zerstörung im Jahre 882 durch die Normannen führte die Marktgründung von 958 die Stadt zu neuer Blüte.
Um 1200 wurden die Trierer Erzbischöfe Kurfürsten des Deutschen Reiches. Sie schufen den Trierer Kurstaat, der von der Obermosel bis weit über den Rhein reichte und in der Politik des alten Reiches eine bedeutende Rolle spielte. Trier war Haupt- und Residenzstadt. Aus der langen Reihe der Kurfürsten ragte Erzbischof Balduin von Luxemburg (1307–1354) hervor, der die Wahl seines Bruders zum deutschen König und Kaiser (Heinrich
VII., 1308–1313) bewirkte. Wiederholt versuchten die Trierer Bürger, die Oberhoheit der Kurfürsten über ihre Stadt abzuschütteln und die Reichsunmittelbarkeit zu erlangen, jedoch ohne Erfolg. Die Kriege des 17. Jh. brachten Trier an den Rand des Untergangs. Um 1700 zählte die Stadt nur noch 3000 Einwohner. – Ende des 18. Jh. verließ der letzte Trierer Kurfürst, Clemens Wenzeslaus, unter dem Druck der Französischen Revolution den Kurstaat. Preußen übernahm 1815 mit den Rheinlanden auch den linksrheinischen Teil des Trierer Kurstaates. – Durch Eingemeindungen wurde Trier 1968/70 Großstadt. 1970 eröffnete es wieder seine bereits 1473 gegründete Universität und 1977 die Europahalle.

 

Sehenswürdigkeiten:
Zwischen Porta Nigra und Amphitheater befinden sich folgende Sehenswürdigkeiten: Weit über Trier hinaus bekannt ist die Porta Nigra selbst, das größte und am besten erhaltene römische Stadttor (2. Jh. n. Chr.). Um 1040 wurde es zur Simeonskirche umgebaut, nach 1800 jedoch bis auf die Ostapsis wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Der Name »Schwarzes Tor« ist erst um 1100 belegt. – Das Simeonsstift aus dem Mitte des 11. Jh. besitzt den einzigen doppelgeschossigen frühromanischen Kreuzgang in Deutschland. In seinem Nordflügel befindet sich das Städtische Museum (Dokumente zur Geschichte des Stadtbildes und Kulturgeschichte des Trierer Landes und Wechselausstellungen zur zeitgenössischen Kunst, & 0651/718-2440). – Das Alter des Hauptmarktes wird durch das Marktkreuz von 958 bezeugt. Hier steht die Marktkirche St. Gangolf aus dem 13.–15. Jh., die Steipe, ein Gebäude genannt nach seinen Pfeilern (bzw. Stützen oder »Steipen«, 1430–1483), und das Rote Haus mit der berühmten Inschrift »Ante Romam Treviris stetit annis mille trecentis« (Vor Rom stand Trier 1300 Jahre), erbaut 1684, wiedererrichtet 1969/70 (Glockenspiel im Innenhof). – Der Dom, die älteste deutsche Bischofskirche, basiert auf einem römischen Kernbau aus der zweiten Hälfte des 4. Jh. Schon vorher (nach 324) stand hier eine christliche Kirche; davor der Palast der Kaiserin Helena (Westchor und -türme aus dem 11. Jh., Ostchor aus dem 12. Jh., Kreuzgang aus dem 13. Jh., Heiligtumskammer, 1702–1716, mit Domschatz und Heilig-Rock-Kapelle). – Eine der frühesten gotischen Kirchen Deutschlands ist die Liebfrauenkirche, die 1235–1270 an Stelle einer baufällig gewordenen römischen Basilika errichtet wurde. Diese hatte zusammen mit dem Dom eine antike Doppelkirchenanlage gebildet. Die Liebfrauenkirche wurde nach den Kriegsschädigungen im Inneren neu gestaltet. – Weiter in der Liebfrauenstraße befinden sich das Palais Kesselstatt, ein Adelshof aus der Barockzeit (1740–1745), und gegenüber der Bischofshof (Mitte 18. Jh.). – Die Römische Palastaula (Basilika, Anfang des 4. Jh.) stellt den Thronsaal Kaiser Konstantins, in fränkischer Zeit die Königspfalz und später einen Teil des Kurfürstlichen Palastes dar. Im 19. Jh. wurde sie zu einer ev. Kirche ausgebaut, brannte 1944 aus und wurde 1953–1956 wiederhergestellt. – Das eigentliche Kurfürstliche Palais entstand in seiner letzten Gestalt im 17./18. Jh. und ist heute Sitz der Bezirksregierung (Rokoko-Treppenhaus im Südflügel). – Im Palastgarten sind auch noch Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung und ein Stadttor zu sehen. – Zwei Ruinen erinnern noch an die römische Geschichte in Trier: die Kaiserthermen, eine ehemalige Badeanlage aus dem 4. Jh., und das Amphitheater aus der Zeit um 100, damals Schauplatz für Gladiatoren- und Tierkämpfe.
Weiter vom Amphitheater in Richtung Moselufer geht man an der Jesuitenkirche (13. Jh., Grabmal Friedrich Spees) und der Alten
Universität (1611–1614 und 1773–1775, heute Kath.-Theologische Fakultät) vorbei. – In der Brückenstraße erreicht man das Geburtshaus von Karl Marx (18. Jh., Dokumente zum Leben und Werk von Karl Marx, hier 1818 geboren; & 0651/43011). – Das heutige Rathaus, der Augustinerhof, war ehemals ein Klostergebäude (1772); der Ratssaal, die Augustinerkirche, ist der Rest einer Kirche aus dem 14. Jh. – Eine weitere antike Badeanlage aus der Zeit um 150 stand in der heutigen Südallee, die Barbarathermen. – Von der Römerbrücke (2. Jh.) über die Mosel sind noch zwei Pfeiler erhalten; der Brückenbogen wurde 1717/18 errichtet. Erweiterungen erfolgten 1931 und 1957. – Am Moselufer befinden sich zwei alte Kranen sowie am Stadthafen die alte Häuserzeile »Zurlauben«.
Die Kirche St. Paulin entstand 1734–1757 nach Entwürfen von Balthasar Neumann an der Stelle einer romanischen Kirche. Sie ist die bedeutendste Barockkirche des Rheinlandes. Die Deckengemälde mit Darstellungen der Trierer Märtyrergeschichte stammen von Christoph Thomas Scheffler (1743). – St. Matthias wurde 1127–1160 errichtet (Netzgewölbe 1496–1504, Chor 1504–1510, Portale und Turmkrönung 17./18. Jh.). Im Chor befindet sich der Sarkophag des Apostels Matthias, das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen, im Seitenschiff das Gnadenbild der Mattheiser Madonna und in der Krypta die Steinsärge der ersten Trierer Bischöfe.
Weitere Museen: Landesmuseum mit Funden aus vorgeschichtlicher, römischer und frühchristlicher Zeit (Ostallee 44, Tel. 0651/43588);
Bischöfliches Museum mit Exponaten zur kirchlichen Kunst der Trierer Diözese (Konstantinplatz 4/5, Tel. 0651/7105-255); Heiligtumskammer mit den Kunstgegenständen des Domschatzes (Eingang durch den Dom); Stadtbibliothek mit Sonderschauen zu (kunst-)geschichtlich wichtigen Handschriften und Frühdrucken (Weberbachstraße 25, Tel. 0651/718-2431).

 

Rundfahrten:
Organisierte Stadtführungen.

 

Örtliche Wanderwege:
Es bestehen 16 örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 136 km, markiert links der Mosel T1–T8, rechts der Mosel T11–T16. Trier ist hauptsächlich in der WK 1:25000 »Trier, Trier-Land« (Nr. 29 des Eifelvereins) abgebildet.

 

Homepage:
www.trier.de

Nach Trier im Mosel-Reiseführer

Einen  Auszug von http://www.eifelfuehrer.de/T/Trier.html

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